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eingefügt am 4.1.02
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Die
Walcker Konzert-Orgel im Kgl. Odeon, München
Mit
elektrischer Traktur und verschiebbarem Spieltisch
Opus
1233 Disposition Anno
1906
© gwm 2003 www.walckerorgel.de |
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I.Manual (C-a'" 58 Noten): |
II. Manual (C-a'" 58 Noten):
(Schwellwerk) |
III. Manual (C-a'" 58 Noten):
(Echowerk) |
Pedal (C-f 30 Noten): |
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1.
Prinzipal 16'
2.
Prinzipal 8'
3.
Viola di Gamba 8'
4.
Doppelflöte 8'
5.
Bourdon 8'
6.
Flute Octaviante 8'
7.
Gemshorn 8'
8.
Dulciana 8'
9.
Nachthorn 8'
10.
Oktav 4'
11.
Rohrflöte 4'
12.
Violine 4'
13.
Waldflöte 2'
14.
Mixtur 5 fach 4'
15.
Kornett 3—5 fach 8'
16.
Fagott 16'
17.
Trompete 8'
18.Clarino
4'
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19.
Bourdon 16'
20.
Prinzipal 8'
21.
Hohlflöte 8'
22.
Fugura 8'
23.
Quintatön 8'
24.
Salizional 8'
25.
Konzertflöte 8'
26.
Dolce 8'
27.
Unda raaris 8'
28.
Prinzipal 4'
29.
Traversflöte 4'
30.
Viola d'amour 4'
31.
Flautino 2'
32.
Mixtur 3 fach 22/3'
33.
Rauschquinte 22/3und 2'
34.
Trompette härm. 8'
35.
Klarinette 8'
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36.
Lieblich Gedackt 16'
37.
Geigenprinzipal 8'
38.
Bourdon 8'
39.
Wienerflöte 8'
40.
Echo Gamba 8'
41.
Spitzflöte 8'
42.
Aeoline 8'
43.
Voix Celeste
44.
Fugura 4'
45.
Salizet 4'
46.
Gemshorn 4'
47.
Pikkolo 2'
48.
Zymbel 3 fach 2'
49.
Sesquialtera 22/3' und 1 3/5’
50.
Oboe 8'
51.
Horn 8'
52.
Vox Humana 8'
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53.
Grand Bourdon 32'
54.
Prinzipalbass 16'
55.
Violonbass 16'
56.
Subbass 16'
57.
Gedecktbass 16'
58.
Sanftbass 8'
59.
Oktavbass 8,
60.
Violoncellobass 8'
61.
Oktav 4'
62.
Kornett 3 fach 8'
63.
Posaunenbass 16'
64.
Tuba 8' |
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65.
Koppel III. Man. z. II. Man.
66.
„ II. „ „ I. „
67.
„ III. „ „ I. „
68.
„ I. „ „ Pedal
69.
„ II. „ „ „
70.
„ III. „ „ „
71.
Superoktavkoppel I. Man.
72.
Suboktavkoppel II. Manual zum I. Manual. |
73.
Kollektivdrücker für Tutti und Koppeln.
74.
Kollektivdrücker für For-tissimo ohne Manualkoppeln.
75.
Kollektivdrücker für Porte.
76.
Kollektivdrücker für Mezzoforte.
77.
Auslöser der Zungenstimmen. |
78.—80.
Drei freie Kombinationen für alle Register.
81.
Rollschweller fürs ganze Werk.
82.
Auslöser d. Rollschwellers.
83.
Auslöser der Handregistrierung.
84.—85.
Zwei Pianopedaltasten fürs II. und III. Manual. |
86.
Schwelltritt für sämtliche Register des III. Manuals.
87.
Schwelltritt für sämtliche Register des II. Manuals.
88.
Zifferblatt f. Rollschweller.
89.
Windzeiger.
90.
Kalkantenglocke |
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Diverse
Gutachten:
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München,
24. April
1908.
Wir
bestätigen hierdurch mit Vergnügen, dass die von den Kgl. Württ.
Hoforgelbaumeistern Herren E. F. Walcker & Cie. in Ludwigsburg
im Jahre 1905 erbaute Orgel im grossen Konzertsaale des
Kgl. Odeons als Solo- wie als Begleitinstrument allgemeine Anerkennung
findet.
Die
elektro-pneumatische Traktur funktioniert in jeder Beziehung ganz
ausgezeichnet und ist dieselbe bei grösseren Werken den reinpneumatischen
vorzuziehen.
Mit
dem bezeichneten Werk ist entschieden eine mustergültige Konzertorgel
geschaffen worden.
Direktion
der Kgl. Akademie der Tonkunst in München.
gez. F. Mottl.
gez. Bussmeyer.
Strassburg
i. E., 12. März 1908
.
.......
Es freut mich herzlich,
dass Sie so viel elektrische Werke
bauen; die Konkurrenz kommt
Ihnen so
leicht hierin nicht nach
und Sie werden allgemein um die Zuverlässigkeit Ihres Systems beneidet!
Ich hätte in
meinen kühnsten Träumen eine derart absolute
Zuverlässigkeit
nie erwartet
und würde
Ihnen raten, alle Werke über 20 klingende Stimmen elektrisch zu bauen, wo ein Elektromonteur
in der Nähe ist. .....
gez.
J. F. Emil Rupp, Kaiserl. Musikdirektor.
Strassburg- i. E., 8. April 1908
.......
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Ausser
der von vielen für
das Ideal
gehaltenen Barkerschen
Mechano-Pneumatik in Verbindung mit der Schleiflade ist es einzig
und allein die
Elektro-Pneumatik, welche
daspolyphone
Gewebe einer Bachschen Fuge klar und natürlich vor dem
Hörer erstehen lässt. Wenn schon die Verbindung mit der für die
tieferen Töne besonders ungünstigen Kegellade in meiner Orgel so
brillante Resultate ergeben hat, so ist zweifelsohne in der
Kombination dei Elektro-Pneumatik mit der Ausstrom-Lade und
direkter Windführung die Bahn für die weitere Entwicklung des
deutschen Orgelbaus gewiesen. Angesichts der durch Walcker
erzielten glänzenden Resultate, sowohl in Bezug auf Präzision
als absolute Zuverlässigkeit, wird wohl kein ernst zu nehmender
Fachmann das System der Röhrenpneumatik noch anders als vom
sekundären Utilitätsstandpunkt aus bewerten!
gez.
J. F. Emil Rupp, Kaiserl. Musikdirektor.
Köln-Lindenthal,
29.
April 1908.
Die
von der Firma E. F. Walcker & Cie., Ludwigsburg in der Stadt.
Festhalle zu Landau-Pfalz erbaute Orgel habe ich gelegentlich
der Uebergabe an die Stadt solistisch und bei der Festaufführung
des „Messias" begleitend gespielt. Es gereicht mir zur
besonderen Freude, meiner Anerkennung für die ausgezeichnete
Leistung der Firma Walcker Ausdruck geben zu können, da das
damalige Zusammenwirken mit Orchester, Chor und Solisten mir
selbst die seltene Gelegenheit bot, vom Spieltisch aus, weitab von
der Orgel, die Klangwirkung des vollen Werkes, die Schönheit
seiner Gruppen- und Einzelregister zu geniessen und die Präzision
seiner Handhabung zu beobachten.
gez.
Professor Franke.
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Urteile der Presse:
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Dortmunder
Zeitung Nr. 75 Abend-Ausgabe vom 10. Febr. 1908.
Mitteilungen
über Orgelbauten: Gelegentlich der Einweihung des
Grossherzoglichen Hoftheaters in Weimar wurde die neue Orgel der
Oeffentlichkeit übergeben, die allerseits berechtigtes Staunen
hervorgerufen hat- Das Werk besteht aus 19 Registern, auf 2
Manuale und l Pedal verteilt, 9 Nebenzügen und hat seinen Platz
auf dem Dachraum, 15 Meter über dem Parkett. Das Ganze ist in
einen Schwellkasten eingeschlossen, mit 2 Jalousiewänden
versehen, wovon die eine nach dem Zuschauerraum, die andere nach
dem Bühnenraum ausmündet. Durch diese Aufstellung sind ganz
aussergewöhnliche Klangwirkungen zu erzielen. Da das Werk auch
die Bestimmung hat, konzertlichen Zwecken als Begleitinstrument
zu dienen, so ist der Spieltisch verstellbar angebracht. Derselbe
kann mit dem Orchesterraum gehoben und gesenkt, gleichzeitig aber
auch an jeder anderen Stelle der Bühne bedient werden. Die
Präzision der Ansprache und das Zusammengehen mit dem Orchester
ist trotz der grossen Entfernung überraschend, die Intonation
künstlerisch vollendet.
Wie
das Grossherzogliche Hoftheater hat auch die evang. Stadtkirche
eine neue mit elektrischer Traktur versehene Orgel von 68 Stimmen.
Der Unterzeichnete hatte die Freude, auch diese, der Orgelbaukunst
zur Zierde gereichende Schöpfung vollständig kennen zu lernen.
Die ganze Orgel, mit Ausnahme der Manualprinzipale, welche den
Prospekt bilden, steht in einem grossen Schwellkasten in Höhe der
zweiten Empore, während unter der Orgel Raum für Sängerchor und
grosse Orchester frei ist, und der Spieltisch hier unten direkt
vor dem Dirigenten aufgestellt ist und so mit ihm in unmittelbarer
Fühlung bleibt, was bei grossen Musikaufführungen von grossem
Werte ist. Herr Professor Degner, Grossherzoglicher
Konservatoriumsdirektor, spielte das Präludium und die Fuge
A-moll von Bach und einige andere Sachen und brachte in
meisterhafter Weise die Gesamt- und Einzelwirkungen zu Gehör. —
Auf derselben Reise, die den Zweck hatte, eingehende Studien
über elektrische Trakturen zu machen, besichtigte ich dann noch
die neue Orgel der evang. Kirche zu Remscheid (Rheinprovinz), ein
Orgelwerk von 32 Registern, 3 Manualen und Pedal. Hier sind die
einzelnen Teile der Orgel getrennt von einander aufgestellt. Der
Spieltisch befindet sich auf der unteren, das 3. Manual (Echowerk)
auf der oberen Empore, während die Hauptorgel auf der grossen
gegenüberliegenden Empore steht. Auch hier, trotz der grossen
Entfernung, präzise Zusammenwirkung.
Alle
drei genannten Werke stammen aus der rühmlichst bekannten
Weltfirma Walcker-Ludwigsburg, welche hiermit er-
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neut
den Beweis erbracht hat, dass die Elektrizität auch im Dienste
des Orgelbaues den Sieg davongetragen hat.
Dieses
glänzende, dem Orgelspiel unentbehrliche System wird nun auch in
Westfalen erstmals zur Anwendung kommen bei den Orgelneubauten in
der Reinoldi- und Marienkirche, denen die Pres-byterien ein ganz
besonderes Interesse entgegenbringen.
Dortmund,
den 8. Februar 1909. C.
H.
Deutsche
Export-Revue Nr. l vom 1. April 1908.
Von
der Firma E. F. Walcker & Cie., Hoforgelbaumeister in
Ludwigsburg, sind im Jahre 1907 76 neue Orgeln geliefert worden,
wodurch der hohe Grad ihrer Leistungsfähigkeit dokumentiert wird.
Hervorragende Werke sind insbesondere auch die im Jahr 1907
erbauten grösseren Konzertorgeln in Landau, Barcelona, Dortmund,
Weimar, Remscheid, Berlin, die fast alle elektrische Spieltraktur
haben, und den in diesem Jahre Stuttgart-Markuskirche,
Hamburg-Musikhalle, Graz-Stefaniensaal, Dortmund-Reinoldi und
Marienkirche mit gleichfalls elektrischer Traktur folgen werden.
Ein
Drittel des ganzen Umsatzes ist nach dem Ausland, u. a. den
Kanarischen Inseln, Mexiko (14), England (3), Russland (9),
Philippinen, Belgien, Finnland, Kapkolonie, Schweiz, Spanien und
Italien gegangen. Alle diese Werke tragen dazu bei, den Weltruf
dieser seit nahezu 9 Dezenien bestehenden Firma, die bis Anfang
1908 nicht weniger als 1418 Neubauten ausführte, immer mehr zu
befestigen.
„Der
Klavierlehrer" Nr. 6 dat. vom 15. März 1908.
Der
Blüthner Saal (Berlin) hat durch die Anschaffung einer grossen
Orgel die letzte Bedingung erfüllt, die man heutigen Tags an
einen Konzertsaal vornehmen Stils zu stellen berechtigt ist. Das
imposante, vom württembergischen Hof Orgelbauer E F. Walcker
verfertigte Werk gehört, wenn auch nicht zu den grössten, so
doch zu den eigenartigsten und bezüglich seiner Klangschönheit
vollkommensten Berlins. Es verfügt über 3 Manuale mit 46 und l
Pedal mit 15 Stimmen, zusammen also über 61 Register, die in der
verschiedensten Weise miteinander verbunden und mit Hilfe einer
Crescendo- und Decrescendowalze, eines automatischen Pianopedals
und verschiedener Nebenzüge die denkbar mannigfachsten
Schattierungen und überraschendsten Klangeffekte zu erzeugen
imstande sind. Bei den bisherigen Konzerten erwies sich die neue
Orgel als ein Werk von so hoher Vollkommenheit und entfaltete
namentlich in den Pianoschattierungen des Vox humana-Registers
Klangwirkungen von so zauberischer Schönheit, dass man nicht nur
verschiedene Orchesterinstrumente, sondern zuweilen sogar ferne
Engelstimmen und verhallende Glockentöne deutlich zu
unterscheiden glaubte.
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