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| 12.Jan.2010 |
www.walcker.com
is online
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| 09.Jan |
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mit
Hielscher "Berühmte Orgeln der USA",
2002, ISBN 3-925366-91-1, fiel mir ein ganz herausragend gutes Buch in die
Hände, das ich jedem nur empfehlen kann, der sich an jenem Orgeltyp erfreuen
kann. Ich werde, sobald unsere neue Internetseite online ist, eine
detaillierte Beschreibung auf
http://orgelbuch.walcker.com/ machen - übrigens unser neuer Buchblog,
der alle alten Beiträge enthält. Was Hielscher in jenem Buch gelungen ist
und wirklich kaum in anderen Orgelbüchern in dieser Stringenz vorzufinden
ist, das ist der Umstand, dass man es wie einen Kriminalroman herunterlesen
kann und dabei das fachliche Wissen nicht auf der Strecke bleibt. Gekauft
habe ich es mir, um vor allem in Sachen Größte Orgeln, wo
übrigens ein interessanter Kommentar geschrieben wurde, etwas
Detailreichtum anzulesen. Unbedingt empfehlenswert.
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| 05.Jan |
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momentan werden unsere
Internetseiten
komplett überarbeitet: das bedeutet, dass vorübergehend einzelne Seiten
nicht erreichbar sein können. In wenigen Tagen wird sich also unsere Seite
mit komplett neuem facelifting zeigen. Und nicht nur das, sondern es gibt
auch weitere Datenmassen, die allerdings etwas reglementiert werden. Es wird
keine "öffentlichen" Massendarbietungen mehr an PDFs und inflationären Bild-
oder MP3-Dateien geben, dafür um so mehr Detailreichtum bei den
Blogdarstellungen. Wobei man dann daheim mehr auf die Literatur und auswärts
intensiver in die Instrumente und Anschauungen der sie umgebenden Leute
einsteigen wird. Dass das Internet und die damit verbundene Hoffnung auf
globales Miteinander sehr unterschiedliche Kontraste auch im Orgelbau
offenbart, muss man nicht erst im Einzelfall belegen. In Mittelamerika oder
Russland kann es passieren, dass man 12 oder 14 Monate später eine Antwort
auf eine Email erhält, die ganz ausgeglichen das Gespräch fortsetzt, als
hätte man erst gestern telefoniert; während ein solches Verhalten in
Deutschland geradezu Entsetzten auslösen würde. Auch Berlusconi-Land kennt
da unheimliche Toleranzen, und wir sind jetzt schon froh, wenn wir all die
anstehenden Problematiken bald in trockene Tücher verpacken werden können.
Dieser Vielschichtigkeit wird eben auf unseren Seiten Rechnung getragen, was
oft missverstanden wird - aber wir haben uns dran gewöhnt.
Auch unsere News werden ab den nächsten Tagen über einen Blog abgewickelt,
der dann auf unserer Seite via RSS-Feed (muss sich keiner merken, wir
machen das vollautomatisch) recht einfach gelesen werden kann und
was es uns auch viel einfacher macht, diese Darstellungen, in welchem Land
auch immer, auf dem Laufenden zu halten.
das sieht dann so aus... |
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| 29.Dez. |
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Schiessereien und Raub
der Orgelakten in Costa Rica:
von unserer Freundin und Orgelvereins-Präsidentin in Coronado, Frau Gloria
Lehmann, erhielten wir folgenden erschütternden Bericht:
Sehr geehrter Herrn Walcker,
Hiermit moechte ich Euch ueber den Tod von Anton Lehmann berichten.
Ungefaehr vor 4 Wochen erhielten wir die sehr traurige Nachricht dass Anton
gestorben sei, aber die Ursache seines Todes war, dass er erschossen wurde
waehrend er in einem Restaurant mit Freunden beim Abendessen waren.
Ploetzlich kamen 3 Maenner mit Gewehren und Masken ins Restaurant ein und
fingen an die Leute auszurauben und ploetzlich oeffnete einer sein Gewehr
und fing an zu schiessen an und eine Kugel ging in Richtung wo Anton sass
und sie flog direkt in sein Gehirn. Dieser Schuss hat ihn sofort getoetet.
Ihr koennt Euch vorstellen, die Nachrichten flogen schnell. Wir waren zu
Hause als ploetzlich das Telephon klingelte und Carlos gab uns die
schreckliche Nachricht, dass Anton gestorben ist.
Was ich Euch noch mitzuteilen habe ist, was uns Federico und mir 3 Wochen
vor Antons Tod passierte. Es war gegen Abend und ploetzlich fingen die Hunde
an zu bellen. Ich schaue aus dem Fenster raus und sehe 2 Maenner auch mit
Gewehren zu mir kommend. Sie kamen ins Haus brutal herein und fingen an zu
sehen was sie nehmen konnten, dafuer hatten sie eine riesige schwarze
Armeetuete und packten was alles ein. Dabei war mein Komputer und so, bliebe
ich ohne Kommunikation bis heute, von Euch. Konnte nicht an Euch schreiben
und ich kann noch nicht von Euch Nachrichten bekommen.
Ich habe alle Papiere die Mauricio erhalten hat bekommen, weil ich wie oben
erwaehnt keinen Komputer habe. So bekam ich die Nachricht nicht, und durch
die Raeuberei habe ich alle Information ueber die Orgel verloren.
Ich habe dem Priester alles schon uebergeben und er sagte wir muessen warten
bis alle die Feiertage vorbei sind und versuchen mit dem Bischof nach dem 2
Februar 2010 darueber sprechen.
Also das ist alles fuer heute und moechte mich verabschieden mit den Besten
Neujahrs Wuensche fuer Euch alle.
Ich bin am Strand und komme am 1 Februar zurueck. Viele liebe Gruesse GLORIA |
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| 28.Dez |
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Das Klangdesign der Atlantic-City-Hall-Organ
(World's Greatest) ist nun online auf unserem AeolineBlog. Und wer
jetzt noch nicht weiß, wie eine Stentor Sesquialter 7 fach aufgebaut ist und
welche Klangeigenschaften dieses Register haben soll - oder wer nie gesehen
hat, wie eine 32' Bombarde gestimmt wird, der hat jetzt die Gelegenheit dazu
das zu erfahren. Es handelt sich um einen ersten einleitenden
Informationsschub, der noch einige Nachfolgeblogs folgen lassen wird..
Bilder in der Orgel runden die ganze Geschichte ab. Und was sagt uns diese
Orgel noch? -- aus der Orgelperspektive: "der US-Amerikaner ist ein
verschlimm-besserter Engländer!"
schlagkräftiger Beweis gegen die elektrische Traktur:
Ihr da Ohm, macht doch Watt ihr Volt...........
para nuestra habla española de amigos :
Gran Fabrica de Organos Tubulares - sistema
pneumatico de E.F.Walcker y Compania, Ludwigsburgo, Alemania.
Órganos de 1900 a 1905 construyó en Centro
y Sur América y una descripción en el idioma español en nuestro blog.
Presentación de los órganos típicos de la imagen y la Disposición
con textos de 1903.
WalckerBlog
auch für
nicht-spanische Leser: ein neuer WalckerBlog mit interessanten Skizzen und Dispositionen von
Walcker-Orgeln aus 1900-1904 in Mexiko.
unser WalckerBlog
ist nun neu organisiert und in
einer weit besseren Darstellung lesbar
unser Jahr 2009,
ein Jahr des globalen Orgelreisens. Es begann mit einer Reise in die USA,
gleich danach ging es zu einem Konzert nach Bukarest, um dann einen
22stündigen Flug nach Australien über Singapur anzuschließen. Unmittelbar
nach diesem fünfwöchigem Australienaufenthalt der Canberra und Sydney
beinhaltete, reisten wir auf die Highlands nach Schottland, wo wir mehrfach
durch morgendämmernde Nebellandschaften und Schafherden zwischen Edinburgh
und Hahn gependelt sind und was auch den stärksten Natur- und Kultureffekt
auf unser 3Mann-Team hatte. Aber daraufhin schloss sich eine wundervolle
Reise nach Costa Rica an, wo wir als Orgelbauer zum ersten mal nach einem
Orgelkonzert in überfüllter Kathedrale von einer Fangemeinde vor zum
Beklatschen an den Altar gerufen wurden, um dort Autogramme zu geben. Einen
Tag nach meiner Ankunft in Deutschland saß ich schon wieder im Flieger nach
Rom, um einer der wunderschönsten Städte des Südens die Aufwartung zu
machen, die auf einem 25 m hohen Felsen gebaut liegt: Orvieto. Nie werde ich
diese Kathedrale dort vergessen. Und als ich meine Eindrücke hiervon
Claudius Winterhalter bei unserem Treffen im württembergischen Lauffen
erzählte, stellte sich heraus, dass auch er in diesem Jahr dort war und
dieselbe Begeisterung für diesen Ort mit mir teilte. Es ging dann noch
einmal nach Rom, um die Orgel der dortigen Synagoge zu studieren und es ging
nochmals nach Schottland, um der Hill-Orgel in Inveraven ein Sandkorn aus
einem gequälten Ventil zu ziehen.
15.000 Bilder aus Schottland und ungezählte weitere Fotos aus den anderen
Ländern verharren nun im Zustande der nahenden Erlösung. Und es ist
tatsächlich so, wenn man diese Bilder erneut sieht, durchlebt man wieder und
wieder diese herrlichen Landschaften und Eindrücke. Es war nicht unbedingt
ein "Orgelreisen" wie es manche so bewusst suchen, sondern die vielen
unterschiedlichen Menschen und Landschaften haben oft mehr zu sagen, als
dies die dort oft vereinsamten Orgel tun. In den nächsten Tagen wird aus
diesem, unserem ganz speziellem 2009 ein kleines Bilder-Panorama
gezeigt werden. |
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| 23.Dez |
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Schrumpft fröhlich!
Zu Weihnachten werden die Kirchen wieder voll sein. Die Menschen
werden den alten Liedern lauschen oder sogar mitsingen, auch wenn sie das
ganze Jahr über
nicht in der Kirche waren. Und mancher
Pfarrer wird am Altar stehen und leise sagen: Kämen sie doch immer. Das tun
sie aber nicht. Die Zahl der Kirchenmitglieder wird weiter sinken in
Deutschland, die Zahl der Täuflinge, Kommunionkinder, Konfirmanden, der
Trauungen und der Gottesdienstbesucher. Die christlichen Kirchen wollen sich
gegen den Trend stemmen, das ist in Ordnung, sie sollen jedem Menschen die
Botschaft verkünden wollen, wie es ihnen Jesus aufgetragen hat. Nur: Den
Trend werden sie nicht umdrehen können.
Irgendwann wird nur noch die Hälfte der
Deutschen Mitglied einer Kirche sein, die andere Hälfte nicht - ohne
darunter sehr zu leiden. Andererseits: Die Hälfte bleibt Kirchenmitglied!
Das heißt, dass sich auch in Zukunft in keiner anderen Institution, Partei
oder Bewegung so viele Menschen versammeln werden wie in diesen
schrumpfenden Kirchen, nirgendwo sonst wird es so viel ziviles Engagement
und organisierte Nächstenliebe geben.So heißt die Botschaft für die Kirchen
zum Weihnachtsfest: Schrumpft fröhlich! Lasst ohne Groll die gehen, die
nicht mehr bleiben wollen, ihr müsst lernen, die loszulassen. Werdet aber
offen und einladend für die, die gegangen sind und trotzdem irgendwie
glauben, die mit ihren Lebensfragen zu euch kommen. Sie suchen und haben oft
niemanden anders als die Kirchen, die Christen. Und keine Sorge: Die
Weihnachtsgottesdienste werden auch noch im Dezember 2039 voll sein. Mit
überzeugten Christen. Und mit Menschen, die kommen, mitsummen - und wieder
gehen. mad (SZ vom 23.12.2009)
weihnachtlicher Kommentar zu diesem Artikel der Sueddeutschen:
diese scheinbar "fröhliche Sicht" der Dinge, dieser herrlich unkomplizierte
Pragmatismus, der aus der Not eine Tugend zu machen scheint, ändert nichts
an der Tatsache, dass auch die andere, den Kirchen verbliebene Hälfte einer
"fröhlichen Beliebigkeit" hinterher rennt, die überhaupt nichts mit
Christentum zu tun hat. Die wenigen Christen, die wir in der Kirche finden,
finden wir zahlenmäßig auch außerhalb der Kirche. Das Problem "Christentum -
Kirche" ist nicht eine Frage der Gottesdienstbesucher, sondern es ist eine
Frage der Intensität von bewusst-handelnder Christlichkeit, also etwas, das
weit, weit weg von fassbaren Statistiken und demographischer Erfassung
liegt. Hier liegt der Hund begraben - nicht in der Zahl von Kirchenbesuchern
und zahlender Klientel. Man verwechselt einfach immer wieder "Markt" mit
"lebendiger Kirche". (gwm)
zu Hannovers pneumatischem Titan
wurde ein Link gereicht zur ZEITSCHRIFT FÜR MUSIKINSTRUMENTE, die 1915 einen
Artikel über dieser Orgel gedruckt haben. Dank an Holger Fett ! Übrigens ist
klar, dass das Fernwerk ebenfalls rein pneumatisch ausgeführt wurde. Man
sieht das auf der Schnittzeichnung, wo die Bleirohre vom Spieltisch
hochgehen.
WALCKERBLOG neu: der röhrenpneumatische Titan in Hannover
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| 22.Dez |
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Under
The Sassafras Tree:
die größte Orgel der Welt, gebaut von Midmer-Losh, teilweise fertig gestellt
im Jahre 1932, - die Atlantic City Muncipal Organ (fertiggestellt wurde
diese Orgel scheinbar nie). Hierzu sind bei mir nun nach
Breslau,
Nürnberg,
Hamburg Michaelis und
Hannover einige Anfragen eingetroffen, die sich für dieses Instrument
interessieren. Ich glaube, dass es
hierüber genügend Internetseiten gibt. Aber ich glaube nicht, dass es eine
einzige Internetseite über diese Orgel gibt, die aus unserer Perspektive her
je tiefgründig genug die Klangsubstanz dieser Orgel beleuchten konnte, weil
das Material einfach zu umfangreich ist. Aber für das Verständnis des
us-amerikanischen Orgelbaus ist das eine gute Gelegenheit, diese Studien,
die Oscar Walcker angestellt hat, als er an der Planung für die Nürnberger
Reichsparteitag Orgel saß, zu zeigen. Darin wird die Klanggestalt der Orgel
aufgeschlüsselt, indem die Register beschrieben werden. Wer also wissen
will, wie ein Dulzian 64' (der, um es gleich vorweg zu nehmen aus 42
2/3-32-21 1/3-16-10 2/3-8-4 besteht) oder auch nur eine 5fache
String-Mixture aufgebaut ist und möglicherweise klingt, der sollte unseren
nächsten aeolineBlog besuchen. Die Orgel hat 29.537 Pfeifen, daraus werden
echte 297 Register erstellt, es gibt 613 Transmissionsregister, woraus 970
Registertasten und nochmal rund 250 Registertasten für Koppeln ua. im
Hauptspieltisch mit 7 Manualen untergebracht sind. Auf einem zweiten
5manualigen Spieltisch kann die Orgel deren Laden mit 120 bis 2500mmWS
betrieben werden (und deren Klang teilweise noch mit elektrischen
Verstärkern aufgemöbelt wird) im Saal der 45.000 Hörer, eingespielt werden.
(Oscar hatte nur 34.000 Schreihälse zu bedienen, was mit nur 220
Registern bewerkstelligt werden sollte und er nachhaltig "als viel zu wenig"
bedauerte.) Um also den stärksten Druck mit einer landläufigen
Wasserwaage zu messen, bräuchte man Rohre von über 2x4m Länge!
Im
August 1932 erscheint im Amercian Organist ein Artikel eines
deutschen Komponisten und Orgelspielers mit dem Titel "Die größte
Orgel
der Welt", der im Jahre 1934 in einer deutschen Zeitschrift(?) endlich
auch in deutscher Sprache nachgedruckt wird, und der von einer
schwelgerischen Benommenheit beseelt diese Orgel beschreibt, die er nie im
komplettierten Zustand hören sollte. Ja, es war
Sigfrid Karg Elert
(1877-1933), dessen Artikel wir hier zeigen.
(seine technischen Angaben soll man nicht zu
ernst nehmen, das wurde aus offiziellen Schriften abgeschrieben, die nie
gestimmt haben)
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| 19.Dez |
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Man
kommt einfach nicht
zur Ruhe, wenn die
Orgelbibliothek mal wieder auf Vordermann gebracht werden soll, und dann
solche spektakulären Hefte in die Hände fallen, die heute kein Mensch mehr
kennt. Ja, kaum einer weiß, dass wohl die größte rein pneumatische Orgel
(und es war auch die größte Orgel der Erbauerfirma) noch nach der
Riesenorgel in Breslau von der Firma Furtwängler & Hammer gebaut wurde, die
am 27.Dezember 1914, rund 4 Monate nach Beginn des I.Weltkriegs eingeweiht
wurde in der Anwesenheit von 4000 Konzertbesuchern. Es handelt sich hierbei
um die Orgel der Stadthalle zu Hannover IV/124, die mit einem rein
pneumatischen Spieltisch aufgetrumpft hat, als alle Welt solche Giganten nur
noch elektropneumatisch bauen wollte. Diese Orgel, oder soll man sagen,
dieses Heft dieser Orgel ist sowieso interessant, weil es auch aus der
Bibliothek eines der großartigsten spätromantischen Komponisten stammt,
nämlich aus der Gerard Bunk's, der um diese Zeit seine schönsten
Kompositionen schuf. Hier also auf unserem
WALCKERBLOG neu: der röhrenpneumatische Titan in Hannover mit allen
Details.
Für
alle, die sich heute
noch nicht vom Bildschirm abwenden konnten: es hat heute Nacht geschneit!! -
und es war wohl einer der schönsten Tage in diesem Jahr, wenn auch mit
schönen Minusgraden von bis zu 12 unter Null. Hier ein Bild auf
Bliesransbach, geschossen heute Mittag gegen 13 Uhr.
Das Letzte
ARS Organi (4/2009) darf ruhig auch als das beste Heft des Jahres gesehen
werden.
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Ein ganz hervorragender Bericht mit sehr guten Fotos gibt es dort von
Wolfram Hackel über die Lagerung der Wellen auf dem Wellenbrett von
F.G. Pfützner, der zeigt, dass hier interessante Gedanken bereits vor
über 250 Jahren im Orgelbau vorgelegen haben (von regulierbaren
Spitzenlagerungen bis hin zu befederten Lagern, wovon in keinen der
bekannten historischen Schriften je ein Wort gestanden hat).
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Von Christian Lobback wird uns eine gutmütige Geschichte erzählt, wie
er als Lehrling, nur im Zungenstimmen geübt, nach HH/St. Jacobi kommt, wo
ihn Heinz Wunderlich am Spieltisch erwartete. Nachdem er dann die Zungen
durch hatte, sollte er noch eine einzige Labialpfeife im Scharff 6fach
nachstimmen, was er, wie gesagt noch nie gemacht hatte. Aber nun entschließt
er sich, eine eine blütenreine Feder in eine der Mixturpfeifen zu stecken
und die Verstimmung war wie weggeblasen. Orgelbauerkonstruktionen, die man
aber gerne zur Kenntnis nimmt.
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Leider werden immer noch Dauerschreiber, die ihr gesamtes Orgelwissen aus
irgendwelchen Büchern zusammengelesen haben, um fleißig daraus zu zitieren,
bevorzugt in diesen Heften abgetextet. Was zumindest dann, wenn es sich um
uralte und neu aufgebügelte Vorträge handelt, eine Zumutung ist. So
zurückgeblieben kann das GDO-Publikum einfach nicht sein.
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Fachlich interessanter sind hier die Berichte von Orgelbauer, wie Kuhn,
der ebenfalls sehr gute Fotos einer Tretbalganlage aus einer Egedachter-Orgel
aus 1732 zeigt. Oder der Bericht von Vogt über die Stahlhut-Orgel
in Kirchherten aus 1876 - hervorragender Restaurierungsbericht, den man
direkt verinnerlichen kann.
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Der Inserentenmarkt zeigt nun starke Erneuerungsbewegungen: so viele neue
Namen im Orgelbau haben wir schon lange nicht mehr gesehen, und es dürfte
sicher sein, dass man sich nicht alle unbedingt merken muss. Aber die
Farbigkeit im deutschen Orgelbau hat zugenommen. Einige der gezeigten
Orgelentwürfe demonstrieren, dass hier noch erhebliches künstlerisches
Potential vorhanden ist. Wenn es denn nicht so ist, und dieser Verdacht
neigt sich ganz tief in mein Innerstes; Dass Orgelbau mehr und mehr zum
Kitsch verfällt, weil keine grundlegende künstlerische Kraft mehr da ist,
weil kein Lied mehr geschrieben wird für diesen an Neuerungen so unbedingt
angewiesenen Instrumentenbau. (im Gegensatz zum Klavier-Geigen-Flötenbau
usw., der ja seit über hundert Jahren nur noch technisch weiter entwickelt
wird und der ausschließlich und exemplarisch historisierende Musik betreibt
und individuelle Instrumentengestaltung nie kannte).
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Momentan
beschäftigen ich mich
in jeder freien Minute mit drei historischen Walcker-Orgeln, die es allesamt
zu Ruhm und Ehre geschafft haben und deren Zeichnungsmaterial in meinem
Archiv ganz überraschende Ergebnisse gezeigt haben. Alle drei Orgeln möchte
ich in nächsten Tagen mit kommentierten Zeichnungen und Erläuterungen auf
unseren Blogs vorstellen:
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jetzt online:
Wien Votivkirche,
III/61, 1878,Stellung der Pfeifen auf der Windlade und vor allem eine
Zeichnung der komplexen Kastenbalganlage, die wohl nach Ulm die größte
ihrer Art gewesen sein muss - heute allerdings nicht mehr besteht.
Interessant auch die Anlage der mechanischen Traktur - und hochinteressant
der Umstand, dass in diesem Karton auch eine Zeichnung der Walcker-Orgel
in Wien-Stephansdom aus 1898 aufgefunden wurde, die ebenfalls mit
mechanischer Traktur gebaut worden war. Diese Orgel der Votivkirche wurde
während ihrer Montage in der Werkhalle in Ludwigsburg vom legendären
Alexander Wilhelm Gottschalg (Schüler von Franz Liszt) besucht, der
daraufhin einen umfassenden Bericht in der Zeitschrift URANIA Nr.12 1878
geschrieben hat. |
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Boston Op. 200, IV/89
(1857-1863), auch von dieser Orgel liegt eine Durchschnittszeichnung in
meinem Archiv, die den Aufbau der Mechanik zeigt. |
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Pfeddersheim Op.1757,
II/27, 1913, von Walcker-Sauer noch vor zehn Jahren restauriert. Eine
komplexe pneumatische Orgel mit Hängebalgladen (fälschlicherweise auch als
"Roosveltladen" benannt) und einer funktionierenden Organola. Meines
Wissens die einzige Organola in Walcker-Orgeln und in deutschen Landen,
die noch funktioniert. Ich möchte sowohl die Orgelanlage und
Windladenzeichnungen zeigen und damit auf ein ganz wichtiges Instrument
aus dem Hause Walcker hinweisen. |
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| 11..Dez |
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Hugo Körtzingers Atelier-Orgel
-
Geschichte eines außergewöhnlichen und einmaligen Instruments.
PDF-Dokument (1,145MB) von
Helmut Heberle, das gerade in DIE HAUSORGEL- Nr. 20/2009 erschien,
und dessen genehmigte Veröffentlichung Helmut Heberle mir mit folgenden
Zeilen bestätigte:
Sehr geehrter Herr
Walcker-Mayer, besten Dank für Ihr Interesse an meinem Aufsatz über die
Körtzinger-Orgel in Schnega. Selbstverständlich können Sie den Artikel in
Ihre Internetseite (bitte mit Quellenangabe) einstellen, immerhin ist dies
der Ort, an dem ich 2007 nach fast sechzig Jahren die Orgel - gealtert, aber
unversehrt - wiederfand, an der ich als Jugendlicher neben Hugo Körtzinger
auf der Orgelbank gesessen und seinem Spiel zugehört habe. Ihnen bin ich
dankbar, weil Sie mir den Weg zu Prof. Körtzinger gezeigt haben. Die ganze
Tragweite dieses viele Jahre währenden Orgelbaus - auch in
zeitgeschichtlicher Hinsicht - ist mir allerdings erst beim Studium der
zahlreichen (ca. 300!) Briefe Oscar Walckers an Körtzinger aufgegangen,
obwohl es auf Körtzingers Seite natürlich keine Kopien seiner Briefe gibt.
Auch stand mir keine einzige Zeichnung oder Skizze zur Verfügung.
Möglicherweise sind ja diese Quellen im Hause Walcker nicht verschüttet. Ich
werde voller Erwartung in den nächsten Tagen Ihre Webseite auf den
Bildschirm holen, Mit guten Wünschen für die Weihnachtstage und für das Neue
Jahr! Helmut Heberle
Neues über Felix Nowowiejski :Liebe
Freunde, sehr geehrte Damen und Herren, hiermit erlaube ich mir, auf die
soeben erschienene neue CD - Einspielung mit zwei der vier Konzerte für
Orgel solo op. 56 von Felix Nowowiejski bei MDG hinzuweisen
http://www.mdg.de/pdf/1591.pdf Die Aufnahme entstand Anfang dieses
Jahres im Bremer Dom, die noch ausstehende CD mit den Konzerten Nr. 3 und 4
wird 2010 veröffentlicht werden.
In der Anlage (kann bei
gerhard@walcker.com angefordert
werden) sind biografische und musikalische Informationen zum Komponisten
Felix Nowowiejski beigefügt. Es handelt sich um einen Artikel, den ich für
das „Lexikon der Orgel“ (Laaber – Verlag, 2007) geschrieben habe. Über
Euer/Ihr Interesse würde ich mich freuen. Mit freundlichen Grüßen, Rudolf
Innig (www.rudolf-innig.de)
Die Riesenorgel von Breslau
- neuer WalckerBlog - , der das
gigantische Sauer-Instrument, gebaut unter der Leitung von Paul Walcker, Sohn von
Eberhard Friedrich Walcker und Onkel von Oscar Walcker, beleuchtet.
Hierzu wurde heute noch ein ergänzender Link auf die
"Zeitschrift für Instrumentenbau Okt. 1913" gelegt, wo die Technik
sehr genau in Form von Zeichnungen gezeigt wird. Also Elektromagnet und
Taschenlade. Außerdem wird der Spieltisch beim Verkabeln in mehreren
Stellungen gezeigt.
zwei Anmerkungen
zu Geschehnissen der letzten Tage:
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Was unterscheidet die Romantik
mit dem Nebelzustande der heute
herrscht,
ein Blog von mir verfasst im Mai des Jahres, dem momentan größere
Aufmerksamkeit von ausserorganolen Kreisen gezollt wird, weil hier einfach
ein paar richtige Gedanken enthalten sind, .... und... |
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Copyright bei Orgelmusik und Orgelbau,
was soll das? Ein Organist kommt auf mich zu und beschwert sich, dass auf
meinen Seiten ein Text von ihm, verfasst in einem Booklett, ohne
Rücksprache mit ihm veröffentlicht wurde. Auch in einer Zeitschrift wurde
dieser Text veröffentlicht und zwar beide Male unter Nennung des Autors.
Dass mit der Präsentation dieser CD auch ein gehöriger Verkaufseffekt
erzielt wurde, und, was viel wichtiger ist, die Interessenten in aller
Welt, die ansonsten kaum einen Zugang zur deutschen Orgelmusik haben oder
hatten, vor zehn Jahren(!), so langsam aber auch mit "Spätromantik"
infiziert werden, und dadurch ganz allgemein ein Klima der
Aufnahmebereitschaft geschaffen wurde, scheint der Herr zu ignorieren.
Meine unverzügliche Reaktion war auch: "Sie werden in drei Tagen Ihren
Namen nicht mehr auf meiner Internetseite finden."
Wenn man Orgelmusik auf dem
Internet totschlagen will, dann bitte -weiter so-, denn wen interessiert
schon Orgelmusik!? |
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| 02.Dez. |
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Die zehn wichtigsten Pfeifenmasztabellen
wurden bei mir schon mehrfach von verschiedenen Kollegen aus aller Welt
angefragt, so dass ich diese aus dem Mahrenholz' (Die Orgelregister) endlich
kopiert und auf aeoline.blog zum Download bereitgestellt habe. Es ist immer
gut zu wissen, dass man anhand solcher Tabellen schnell eine Pfeife in
Tonlänge einsortieren kann oder ein verdorbenes Zungenblatt anhand einer
anderen Tabelle mit Zungendicken/ breiten objektivieren kann.
Redundant Pipe Organ, M0161,
Wilkinson 1865, sehr prosaische Disposition, die mit Sicherheit nicht
original ist,
Stricklandgate Methodist Church,
Windermere Rd Kendal Cumbria LA9 4QJ
Spieltische mit Siegeslorbeer-Akanthusblätter,
nach dem aufregenden Fund des Hamburger Spieltisch-Fotos, melden wir gleich
das nächste interessante Bild, nämlich ein Foto, das diese Orgel op. 1700 im
Montagesaal in Ludwigsburg zeigt, mit Spieltisch, und zeigen einige noch
nicht veröffentlichte Fotos ähnlich gestalteter Spieltische. Wobei einer der
großer Spieltische momentan noch nicht seiner Bestimmung zugewiesen werden
kann. Ein neuer interessanter
walckerBlog. |
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| 30.Nov |
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Die
Eberhard Friedrich Walcker-Orgel in Großengstingen,
(Op 255, Bj 1869/70, II/15) eine der letzten Orgeln des Meisters, gebaut
1869/70 ist, wie es uns Daniel Tomaselli zeigt, bis auf Trompete vollständig
erhalten und übt auch klanglich ihre Reize aus. Was ebenfalls auf unserem
EFWBlog ausführlich gezeigt wird. Dieser Eintrag ist mit gutem
Bildmaterial durch Tomaselli und seinen Erläuterungen gestützt und zeigt,
dass man auch in Hinblick auf Eberhard Friedrich Walcker immer wieder
überrascht wird. Dank an Daniel Tomaselli für das hervorragende Material.
Für
Spieltischfans haben
wir hier eine Überraschung. Die Frontalansicht des
Hamburger-Michaeliskirche-Spieltisch Opus 1700, V/163, 1912. Aus Anlass
dieser Orgeleinweihung wurde Oscar Walcker und Alfred Sittard vom Deutschen
Kaiser Wilhelm der Kronenorden Vierter Klasse überreicht. Interessant an
dieser Frontalansicht des Spieltisches ist, dass diese in keinem einzigen
Walcker-Prospekt zu sehen ist. Grund dürfte sein, der auf der rechten Seite
beschädigte Engel. Dem unermüdlichen Obermonteur Langenstein, welcher
bereits in unserem
Blog Doesburg mit verschiedenen Postkarten aufgetaucht ist, wurde
vom Senator Holthusen eine Gedenkmünze, Goldmedaille zum 3.Juli 1906 (Brand
der Michaeliskirche), überreicht. Ebenfalls gegenwärtig bei der Einweihung
und anschließenden Festivitäten war Max Reger. Schade, dass es keine
Überlieferung gibt, was er zu diesem Spieltisch gesagt hat. Dank an
Christian Schmidt, der mir diese Abbildung besorgt hat und hier zu sehen und
zu hören ist:
http://www.youtube.com/watch?v=8qMdQTIv_EM
Chapeau!
- kann man da nur sagen. |
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| 25.Nov. |
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Grüße von der
Größten:
Mr. Gerhard Walcker, Greetings: My name is Antoni Scott. I am one
of the Directors of the Atlantic City Convention Hall Organ Society
(
www.acchos.org)
. We are currently in the restoration of the Midmer-Losh organ, which has
449 stops. If you would like to visit this organ as my guest, please contact
me. We can arrange for you to play it if you wish , although at the present
time only 150 stops will work. Hopefully by next year we will have another
150 playing as the organ is very big and restoration is slow.
I am very interested in other organs around the world, especially
those that do not exist anymore. I was very curious about the large organ in
the Congress Hall, Nuremberg , that was destroyed during the WW II bombings,
My research has come up with little other that your web site with the
following attached pdf article. The article clearly shows and image of the
console in the Congress Hall. Are there any other images of this organ
during it's construction ? Are they any other recordings of this organ
other than what is presented on Youtube ? (
http://www.youtube.com/watch?v=W33Nn0jRd7Y )
The collaboration between Sauer and Walcker interests me. I am
especially interested in the interior dimensions of the Congress Hall in
which the Nurenberg 220 stop organ was located. Any information would be
greatly appreciated. Sincerely, Antoni Scott
this Nurenberg Organ is described in English language;
The Organ in the Congress Hall, Nuremberg
(engl. PDF 2,2MB) ......interessant
ist, dass Oscar Walcker bei der Planung der Nürnberger Orgel alle wichtigen
Unterlagen der Atlantic-City-Convention-Hall-Orgel intensiv studierte. Die
gesamte Disposition und Orgelbeschreibungen lies er auf deutsch übersetzen
und mit Maschine abtippen. Das Instrument hat 910 Registertasten, das ergab
25 Schreibmaschinenseiten, dazu ein 4seitiger Brief von H.H.Jahnn aus 1942.
Daneben machte er seine Notizen. Das Ganze wurde in Leder gebunden und hat
einen Ehrenplatz in meinem Archiv. Ebenso wurde verfahren mit weiteren
Riesenorgeln der USA.
Jubiläumskonzert
am Freitag an der Michael Walcker-Mayer-Orgel in Wien / Peterskirche
Librum organum,
Papierorgel
Gedanken und Bilder aus dem Treffen
in Lauffen/Baden Württemberg - man sollte aber nicht alles allzu ernst nehmen.
zu Doesburg gibt es
auf der Internetseite von der
Organistin Christine Kamp hervorragende Details zum Spieltisch u.a..
Diese
Info haben wir auch auf unserem
Blogbeitrag über die Doesburger Walcker-Orgel ergänzt.
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| 23.Nov. |
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Das OB40er Treffen bei
Christhard Rensch,
das als durchaus gelungenes Spektakel bezeichnet werden kann, und das im
Laufe der nächsten Tage hier auf unseren Seiten etwas in Bild- und Textform
dargestellt wird, hat zwei Orgelschwerpunkte, die deutlich voneinander
abweichen: Die Voit-Orgel, II/26, m-m, 1873 in Eppingen und die
Walcker-Orgel aus 1949 in Lauffen, St. Martin, ein Vorläufer der
berüchtigten "E-Positive. Es sei gleich vermerkt, dass nicht daran gedacht
ist, hier einen vergleichbaren Artikel, wie vergangenes Jahr (Alpirsbach-Chainsawmassacre-Winterhalter-Orgel) zu fabrizieren, ich denke eher einen möglichst gelassenen, der Sache
angemessenen, ruhigeren Textfluss einbringen zu wollen. Aber schön war es
doch, besonders natürlich die bis 1/2 3 Uhr in den Morgen reichenden
Fachgespräche, die mit einer Weinprobe verifiziert wurden. Und die pünktlich
von allen Anwesenden zum Frühstück Sonntagmorgens um
9Uhr fortgesetzt wurden. Ein Ringen um Wahrheit, das heute nach schwäbischem
Mittagstisch gegen 15 Uhr jäh ihr Ende fand. Dank an Gastgeber Christhard
Rensch und allen Teilnehmern!
Stimm-App für iPhone
: für alle die mit ihrem Telefon
stimmen wollen, oder auch mal ausgefallene Stimmungen ausprobieren wollen,
das einzige brauchbare Programm dafür ist z.Zt. CLEARTUNE |
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| 20.Nov. |
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Die Steinmeyer-Orgel im Vereinshaus
der IG Farben
Ludwigshafen, IV/92+6, 1927-28, neu auf unserem Walcker-Blog, stellt schon ein
ganz außergewöhnliches Orgelwerk dar, das offensichtlich leider nicht mehr
erhalten ist. Es war zu 1929 die zweitgrößte Orgel Steinmeyers. Wer diese
Disposition studiert hat, wird erkennen, dass die Einflüsse der
Orgelbewegung hier schon Vorwegnahmen wie die Bares-Orgeln in Sinzig und
Köln, verursacht hat. Neben Saxophon, Xylophon, Röhrenglocken, Ophicleiden
wird an diesem Instrument aber auch ein gesunder Bass gepflegt.
Saxophonregister waren zur damaligen Zeit nichts Unübliches. Steinmeyer
hatte solch ein Register (wahrscheinlich von Giesecke) in seiner Passauer
Dom-Orgel eingebaut (1928).
Was mich fasziniert hatte, bei
Archivierung dieser Schriften fiel mit das Einweihungsheft (ein
Nachdruck aus dem Werkheft 1928) aus 1929 in
die Hand, war zunächst einmal die gut aufgeräumte Orgel, die logisch
aufgebaute Windanlage, was durch eine Reihe guter Fotos dokumentiert wurde,
die ich alle auf unseren Blog verfrachtet habe. So eine Orgel muss einfach
weiterleben, auch wenn sie (momentan) schweigt.
Für das morgige OB-40er
Treffen bei Rensch
haben sich angemeldet: Max Offner, Martin Pflüger, Peter Mönch,
Christhard Rensch, Franz Heinze, Claudius Winterhalter, Uli Wahl, Heribert
Klein, Gerhard Bohnenberger und Gerhard Walcker. Es wird ein
kleiner Bildbericht hier auf unseren Seiten gemacht, der über die neuesten
Neuigkeiten und Entwicklungen über den süddeutschen Orgelbau berichtet.
Die Preisträger der
Improvisationswettbewerb:
In Leipzig ging der erste Preis an Jean-Baptiste Marle-Ouvrard -
gleichzeitig fand das Publikum sein Spiel so überragend, dass es ihm seinen
Preis ebenfalls zugesprochen hat. Dritter wurde Samuel Ligeon. Beide
waren Schüler von Escaich. Der zweite Preis ging an den
Seifen-Schüler Stefano Barberino, der in Schwäbisch Gmünd dieses Jahr
Finalist war und am vergangenen Wochenende den
Improvisationswettbewerb der Westfalen-Initatiative
für sich entschieden hat; dort hatten sich 12 Organisten aus fünf Nationen
um den Preis sowie zwei Auszeichnungen (eine davon vom Publikum) beworben.
Diese beiden Auszeichnungen gingen an Thomas Schnorr (ebenfalls
Seifen-Schüler) und - der Publikumspreis - an Sebastian Küchler-Blessing,
der in Schwäbisch Gmünd ebenfalls den Publikumspreis und den dritten Preis
erhalten hatte. Mehr Informationen unter
http://www.stiftung-westfalen-initiative.de/35.0.html
Die
Walcker-Orgel Opus 5200 in Budapest (IV/86,Bj. 1967, op. 5200),
zu der bei mir immer wieder verschiedene Nachfragen eingetroffen sind, steht
immer noch in der Ferenc-Liszt-Hochschule für Musik in Budapest (und
auf den Seiten Ladach als 83reg. Walcker-Orgel) die zum Verkauf steht. Wie
es scheint haben es die Budapester nicht sehr eilig die Orgel zu entsorgen.
Die Fassade von Voit steht offensichtlich unter Denkmalschutz. Was nach
dieser Orgel folgen soll ist scheinbar unklar.
Von dieser Orgel gibt es eine
Schallplatte, die Prof. Sebestyén Pécsi bespielt hat, die ich d
r i n g e n d gegen gute Bezahlung suche!! |
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| 15.Nov. |
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Trompeten made in USA :
derartige Trompetenbecher sind wir
auf dem Kontinent nicht gewohnt zu sehen. Daher kann Jeder mit einer
Überraschung rechnen, der nicht absolut anglophil- oder resistent
dagegen ist. Ein neuer Blog auf Aeoline.de
Die Walcker-Orgel Opus 1855 gebaut für Rotterdam,
seit 1972 in Doesburg/Niederlande.Es handelt sich hier um die letzte
große spätromantische Oscar-Walcker-Orgel, die vollständig erhalten ist. Die
Holländer sind auf diese "kleine Michaelis-Orgel" berechtiger weise stolz
und wir müssen als Fans derartiger Instrumente nicht ganz so weit mehr
fahren, weil bei uns in Deutschland alles in solcher Dimension ohnehin
restlos zerstört wurde. Ein interessanter Fall ist diese Orgel ohnehin, die
mitten im Ersten Weltkrieg von dem Orgelbauer Langenstein in Rotterdam
aufgebaut wurde - ich habe 7 Postkarten von Langenstein gefunden und hier
auf diesem Blog veröffentlicht, die zeigen, wie so etwas damals abgelaufen
ist. Daneben werden drei CD's von dieser Orgel vorgestellt, Beiträge aus
anderen Schriften runden den Blog ab. -- und Ergänzung von Paul Peeters
am 15.11.09
Die Eberhard Friedrich Walcker-Orgel in Lausanne
(Opus 226, Bj 1867, III/33) stellt
eine interessante Disposition und Geschichte dar, die auch dadurch etwas an
Lebendigkeit gewinnt, da doch einige Pfeifen in der zwischenzeitlich 8-9 mal
umgebauten Orgel vorhanden sind. Direkt 12 Jahre nach dem Neubau wurde das
Instrument erheblich von den Söhnen erweitert. Neuer Blog auf EFW. Von
Eberhard Friedrich waren bis zum Bau dieser Orgel nach St. Francois bereits
2 Orgeln nach Lausanne gebaut worden: für die Blindenanstalt 1856, I/6; für
die Kath. Kirche 1856 II/18 und für Privat 1859 ein Werk mit 12 Register. |
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| 12.Nov |
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unser Orgelbauertreffen
der Meisterklasse
aus 1976 findet dieses Jahr etwas verspätet statt bei Christhard Rensch in
Lauffen vom 21.11. bis 22.11.09, wobei die von Christhard restaurierte
Voit-Orgel in Eppingen, Stadtkirche (1878, II/26) besichtigt werden
soll. Danach culinarische Weinprobe im Elephanten und cultureller
Spaziergang. Es wird weiter berichtet werden.
URANIA - Musikzeitschrift für Orgelbau, Orgel- und Harmoniumspiel
bis etwa
1864 von G.W.Körner dann von A.W.Gottschlag (Schüler und Berater von Liszt)
redigiert, erscheint nun komplett auf den Googles-Bücherseiten online.
Wir haben hier den Jahresband 1864 ausgewählt. Man kann die kompletten Bände
als PDF-Datei herunterladen - sollte das aber nicht mehr als 2-3mal am Tag
tun, da sonst eine Registrierung bei Google mit der IP-Nummer erfolgt, was
eine kuriose Sperre für gewisse Zeit mit sich bringt. Absolut das Beste was
es an Druckware im 19.JH über Orgelbau und Orgelmusik gab. ....
und wie man sieht:, von wegen Scanmaschinen u.a. , da sind sehr viele Finger
mit im Spiel..
Friedrich
Winnacker: Die Orgelreform
und die Orgelbewegung bis zum Jahre
1945 mit Rückblick auf die Zeit der Romantik, kurzer Vortrag anlässlich der
Valleyer Fachtagung am 17.11.1990 (Eröffnung des Orgelmuseums) hier als PDF
650kb
Olivier Schmitt hat für sich ein Mannborg
Harmonium
restauriert, das in mehreren Einzelteilen auf einer Internetseite angesehen
werden kann:
http://olivier.schmitt.org.free.fr/mannborg_stil_17.html Die Texte
sind in französischer Sprache, aber die Fotos sind erstklassig und lassen
recht gut die Bau-Funktionsweisen erkennen. Das Werk ist aus 1914, die
Klangfarben sind voll und sehr unterschiedlich: eine echte sinfonische Orgel
von Salon.
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| 05.Nov. |
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Die Walcker-Orgel Opus 1747 in Wildervank,
Holland, Bj 1913, II/24 neu auf
unserem Blog mit hochinteressanten Fotos, mit sehr gut gespielter Orgelmusik
und Beschreibung verschiedener technischer Details. Ursprünglich war in
Wildervank geplant eine elektrische und eine pneumatische Traktur auf zwei
Spieltischen zu realisieren. Dazu wollte man den alten Spieltisch
pneumatisch belassen und einen neuen Spieltisch, der elektrisch von unten
die Orgel bespielbar macht im Bereich des Altars installieren. So wie es nun
aussieht, ist lediglich die elektrische Variante ausgeführt worden.
Vielleicht aber hat man sich die "Pneumatik" als Option offen gehalten.
Die Eberhard Friedrich Walcker-Orgel Stuttgart-Stiftskirche, Bj 1834-45,
mit mechanischen Kegelladen und dem überaus interessanten Umstand, dass bei
diesem Orgelaufbau, Eberhard Friedrichs Neffe Karl Weigle als
Montageleiter in Stuttgart eingesetzt war, der danach seine eigene Werkstatt
in Stuttgart mit Unterstützung Eberhard Friedrichs gründete. Bereits im
Jahre 1827 war die Werkstätte Eberhard Friedrich Walckers mit der ersten
Ausreinigung dieser Orgel beschäftigt. Dabei waren eingesetzt sein Sohn
Fritz Walcker, sein Schwager Laukhuff und mehrere Gesellen. Wir
sehen also, das diese Orgel für den Deutschen Orgelbau des 18. und 19. JH
von eminenter Bedeutung war. Denn gebaut wurde diese Orgel ursprünglich
wahrscheinlich von Joseph Gabler (1700-1771) oder einem seiner Schüler etwa
1765 nach Vorbild Abteikirchenorgel Weingarten..... ein neuer
Blog auf EFW . Berühmt war diese Orgel auch wegen seinem
monumentalen Spieltisch mit der Doppel-Pedalklaviatur.
Ein Sandkorn
mit etwa
2,5mm Durchmesser hat verursacht, dass ich kürzlich eine längere Reise über
Hahn-Edinburgh-Aviemore-Inveraven hinter mich gebracht habe. Und wie es bei
einer Orgelbauerreise oft der Fall ist, bevor man solch ein Sandkorn nicht
aus den Fängen eines Tonventils befreit hat, das sein Maul unermesslich weit
aufsperrt und für Unruhe in der Orgel sorgt, kommt man kaum in den Genuss
solcherlei Reisen unbeschwert genießen zu können, ohne immerfort an jenes
Sandkorn zu denken. Solch ein Sandkorn kann ein biblisches Symbol sein,
indem man in jenem Mikrokosmos und eingefrorener Zeit von Milliarden von
Jahren die physikalische Unerfassbarkeit der Welt wahrnehmen kann. Dann kann
man sogar als analytischer Einfallspinsel, Alles und Jeden methodisch
musternd, ein Leben in voller Zufriedenheit hinter sich bringen. Oder man
sieht die "unermessliche Tiefe", die über solchen "belangslosen Zeichen"
schweben, und die sagen :"versuche die Deutung hinter der Physik!". Also
dort in jener Ecke, wo das Wort versagt und höchstens noch die Musik das
Phänomen läuternd touchiert. Spätestens beim Rückflug mit Rynair, den
Spiegel in der Hand, und den Artikel "Disneyland für Physiker"
überflogen, schrumpfelt das ganze metaphysische Konstrukt wieder auf ein
neuropsychisches, beinahe schmerzendes Sandkorn zusammen, und wir sind
wieder zurück in die Masse der "Bildschirmbetreiber" gekehrt - die
eigentlich nur Sandkörner kennen, bedeutungslose allerdings. Meere aus
Sandkörnern tun sich auf. |
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Das Jahr 2009 bisher: |
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2009 Jan-April
2009 April-Juni
2009 Juni-Nov |
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Das Jahr 2008 finden Sie
hier:
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2008 Januar bis März Arbeit in Bukarest |
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2008 März bis Mai |
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2008 Juni bis Sept Ende in Bukarest |
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2008 Okt bis Nov Costa Rica |
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2008 Nov bis Dez Costa Rica |
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