Andres Gunther

PICTURES of

WALCKER- organs in Venezuela :  

WALCKER ORGAN

OF THE INTERDIOCESAN PRIEST SEMINAR (IUSI)

CARACAS, VENEZUELA  

 

  Seminarorgel 01 Pfeifwerk VOR.jpg (19749 Byte) Seminarorgel 02 Pfeifwerk DANACH.jpg (20106 Byte)    
  Seminarorgel 03 Unterbau VOR.jpg (17865 Byte) Seminarorgel 04 Unterbau WAEHREND.jpg (15568 Byte) Seminarorgel 05 Unterbau Windkanaele.jpg (13835 Byte) Seminarorgel 06 Unterbau DANACH.jpg (17841 Byte)
Seminarorgel 00 Photo.jpg (25145 Byte) Seminarorgel 07 Prospekt VOR.jpg (15514 Byte) Seminarorgel 08 Prospekt DANACH.jpg (14582 Byte)    
  Seminarorgel 09 Spieltisch VOR.jpg (13217 Byte) Seminarorgel 10 Spieltisch DANACH.jpg (15966 Byte)    
  Seminarorgel 11 Windlade innen.jpg (15223 Byte) Seminarorgel 12 Windlade DANACH.jpg (23268 Byte)    
  Seminarorgel 14 Motor VOR.jpg (10426 Byte) Seminarorgel 15 Motor DANACH.jpg (14975 Byte) Seminarorgel 16 Motorkasten DANACH.jpg (9866 Byte)  
Bilder von einer Walzenorgel        
  Walzenorgel 02 Schoepfbaelge VOR.jpg (16242 Byte) Walzenorgel 03 Baelge WAEHREND.jpg (11716 Byte) Walzenorgel 05 Windlade VOR.jpg (14952 Byte)  
  Walzenorgel 06 Windlade DANACH.jpg (17421 Byte) Walzenorgel 07 auf der Probebank.jpg (13655 Byte) Walzenorgel 08 Die neuen Zahnraeder.jpg (23821 Byte)  
  Walzenorgel 09 Fraesen der Raeder.jpg (22751 Byte) Walzenorgel 10 Nach der Restaurierung.jpg (10213 Byte)    

Text zu der Walzenorgel :

Die Windlade war der am schwersten beschaedigte Teil der Walzenorgel. Sie

war nicht nur von Termiten zerfressen worden, sondern hatte sich auch

verzogen, und bei einem Reparaturversuch war die original abnehmbare

Unterseite fest angeleimt worden. Die Stecher waren unbrauchbar geworden und

wurden ganz neu gemacht.

Diese Walzenorgel gehoert zu einer grossen Standuhr, die angeblich Ludwig

dem XVI und spaeter Napoleon Bonaparte und seinem Bruder Jerome gehoert

haben soll. Es gibt jedoch keine Unterlagen, welche diese Geschichte

bewahrheiten koennen. Experten haben uns gesagt, dass die Uhr nicht

franzoesischer Herkunft sei, und infolgedessen kaum Ludwig dem XVI gehoert

haben koenne. Anderseits weiss man, dass L. XVI Uhrensammler war...

Fest steht, dass die Uhr um 1820 herum nach Venezuela kam und Dr. Benjamin

Siegert, dem Erfinder des Angostura Bitters, gehoert hat.

Heute steht die Uhr im Praesidentenhaus La Casona.

1998 wurde der Uhrmacher Enrique Cupello beauftragt, die Uhr zu

restaurieren. An der kleinen Orgel wurden mehrere erfolglose

Reparaturversuche unternommen in deren Verlauf leider jeder Hinweis auf

etwaige Herkunft vernichtet wurde.

Ende 1998 wurde ich mit der Restauration der Walzenorgel beauftragt. Ich

muss sagen dass dies eine meiner heikelsten Arbeiten gewesen ist. Viele

Teile waren hoffnungslos beschaedigt; ein Grossteil des Triebwerkes (die

ganze Walzenverschiebung und automatische an-und abstellmechanik) fehlte.

Ich habe das Instrument vermessen und detaillierte Zeichnungen davon

verfertigt; alle Berechnungen ueber Umdrehungszahl und Lauf der Walze im

Laufe mehrerer Monate ausgefuehrt, und anhand der Ergebnisse und vorhandener

Spuren am Werk selbst ein neues Triebwerk angefertigt. Nach ein einhalb

Jahren konnten wir endlich die alte Melodie wieder hoeren, welche ueber 60

Jahre lang stumm gewesen war.

 

Das Werk wirft jedoch noch viele Fragen auf. Es scheint franzoesischer

Herkunft zu sein (die sehr eng mensurierten Pfeifen und das Clavier aus

Bronze weisen darauf hin), aber die Walze samt Melodie scheinen nicht

original zu sein. Nachforschungen blieben bisher erfolglos.

 

 

Impressum : 

Besitzer : Orgelbau Gerhard Walcker-Mayer

G. Walcker-Mayer (gwm) gewalcker@t-online.de

Telefon 0049 6805 - 2974 oder 0049 170 9340 126

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