Die Mensuren der Orgel sind normal bemessen. Um dies
besser zu veranschaulichen habe ich eine Grafik erstellt, die insbesondere
die Mensuren des Hauptwerkes in Abhängigkeit zur Töpferschen
Normalmensur ( rote Linie NM) zeigt. Die Zahlen auf der linken vertikalen
Linie geben an, wieviel Halbtöne +/- die Abweichung darstellt.
Der Prinzipal 8’ beginnt also mit –4HT
und endet bei f3 genau auf der Töpferschen Normalmensur.
Dieses hier gezeigte Verfahren der Vergleichung mit
der Normalmensur wurde von Richard Rensch über einen eigenen
Mensurenrechenschieber entwickelt und ist sehr hilfreich , das
Zahlenmaterial optisch gut darzustellen. Sein Sohn Eberhard Rensch hat
diese Methode nun mit Computersoftware wesentlich verfeinert und
vereinfacht.
Sehr interessant ist ein über diesen
Restaurierungsbericht hinausgehendes Erfassen von Mensuren von Schlimbach
und der Vergleich mit anderen Orgelbauern. Hier bin ich bereits dabei
Mensuren von Andreas Silbermann (Marmoutier), Eberhard Friedrich Walcker
(vergleichbare Instrumente) Trost und Voit
zu erfassen und zu vergleichen. Grundsätzlich hat sich
herausgestellt, und dies ist auch die Erfahrung von anderen Orgelbauern,
die sich mit dieser Materie beschäftigen, daß Orgelbauer sich immer an
den Proportionen ihrer Menurgestaltung halten – und damit die grafischen
Gebilde bleiben. Wird ein Register dann in größeren Raum und weiterer
Mensur gefertigt, so wird das grafische Gebilde einfach einige Halbtöne
nach oben gezogen.